Beate Schulz Deutsche Meisterin – Erfolge auch für Sandra Bandlow-Albrecht

Bei den 31. Internationalen Deutschen Masters-Meisterschaften in Rostock holte Beate Schulz zweimal Gold und einmal Silber.
Bei den 31. Internationalen Deutschen Masters-Meisterschaften in Rostock holte Beate Schulz zweimal Gold und einmal Silber.

LZ - Viel weiter entfernt hätten die 31. Internationalen Deutschen Masters-Meisterschaften im Freiwasserschwimmen fast nicht stattfinden können: im IGA Park Rostock fanden am vergangenen Wochenende die Rennen statt und der SV Mecklenburg-Vorpommern war der Ausrichter dazu. Geschwommen wurde ein 1,25 km langer Rundkurs um das Museumsschiff Dresden in der Warnow-Mündung zur Ostsee im Rostocker Hafen.

Unter den 248 Teilnehmern aus 120 Vereinen aus ganz Deutschland traten auch 15 aktive Teilnehmer aus Bayern die lange Reise an. Dennoch konnte die kleine bayerische Delegation bei der Medaillenvergabe kräftig mitmischen: bei 40 Einzelstarts und einer Staffel wurden 30 Medaillen für Bayern aus der Ostsee gefischt. Zwei Meister- und einen Vizetitel sicherte sich so auch die für den TSV 1850 Lindau startende Beate Schulz.

Am ersten Wettkampftag stand erstmalig im DSV Masters-Programm die neue „Sprintstrecke“ über 1,25 km an. Bei sehr wechselhaften Bedingungen, aber perfekten 20,1 Grad Wassertemperatur sicherte sich die Lindauerin mit guten 3 Sekunden Vorsprung in der zahlenmäßig am stärksten besetzten AK 55 in einem von Anfang an beherzten Verfolgungsrennen den Titel vor ihrer Berliner Verfolgerin Kerstin Wulf-Hoppe in einer Zeit von 18:35,30.

Am zweiten Wettkampftag frischten Wasser und Wetter auf, so dass es bei den Herrenstarts sogar zum bedauerlichen Rennabbruch kam, was vielen bayerischen Teilnehmern gute Platzierungen kostete. Die Wassertemperatur kühlte auf 18,1 Grad ab, so dass für die Starts Neoprenfreigabe erfolgte. Um konkurrenzfähig mitschwimmen zu können startete auch Beate Schulz im ungeliebten Neopren und kämpfte über 2,5 km gegen die salzigen Wellen. Das Duell mit ihrer Vorjahreskonkurrentin Laura Staal aus den Niederlanden konnte sie diesmal mit knapp zwei Sekunden Vorsprung in 39:19,28 und dem lohnenden Vizetitel hinter Kerstin Wulff-Hoppe von den Berliner Robben für sich entscheiden.

Die Bedingungen am dritten Wettkampftag waren wieder etwas stabiler und bei 18,5 Grad Wassertemperatur konnte das letzte Rennen über 5 km gestartet werden. Im Startgetümmel verlor Beate Schulz die Konkurrenz aus den Augen, wähnte sich im Mittelfeld und erkannte nicht, dass die vor ihr schwimmenden Führenden aus der jüngeren AK 50 stammten. Nach einem fast einsamen Rennen beendete sie jedoch die 4 Runden um das Museumsschiff mit knappen 2,5 Minuten Vorsprung als Deutsche Meisterin in 1:17:12,85 vor Mitstreiterin Kerstin Thomas vom SV Cannstatt und Dauerrivalin Katharina Ashauer aus Wuppertal.

Glücklich mit drei Medaillen im Schwimmerrucksack kann nun auch die letzte Lindauer Schwimmerin in die wohlverdiente Sommerpause gehen.

Einen Ausflug ins Freiwasser machte zudem Sandra Bandlow-Albrecht während ihres Urlaubs in Portugal. Durch Zufall erfuhr sie von einem Wettkampf am Strand von Peniche, wo sie sich spontan zur Teilnahme entschied. Nachdem sie sich nicht zwischen den beiden angebotenen Strecken entscheiden konnte, trug sie sich für beide Rennen ein. So wurde um 14.30 Uhr das Rennen über 1500 Meter gestartet, nach etwa 45 Minuten Pause erfolgte der Start zu den 3000 Meter. Auch im 16 Grad frischen Atlantik wurde mit Neopren gestartet und die Wellen waren auf der äußeren Geraden des Dreieckskurses heftig. Dennoch genoss Bandlow-Albrecht die Abwechslung zu den Beckenrennen. Sie beendete das kürzere Rennen als Zweite ihrer Altersklasse in 31:13,98 Minuten, über die doppelte Distanz kam sie nach einer Stunde, zwei Minuten und 25,29 Sekunden als Dritte ins Ziel.