Starke Zeiten, starke Plätze: Lindauer Pro-Team überzeugt beim Ratisbona Cup

Die neun Aktiven des Pro-Teams der Lindauer Nachwichsschwimmer zeigten sich beim 26. Internationalen Ratisbona Cup in Regensburg in bester Form. Das traditionelle Schwimmfest erstreckte sich von Freitagnachmittag bis Sonntagabend. 580 Teilnehmer sprangen bei 3391 Starts in das 50m-Becken des Westbades.

Die Lindauer hatten insgesamt 50 Meldungen abgegeben. Bei 10 davon konnten sie sogar auf dem Siegertreppchen landen, wobei die Medaillen ein schönes Beiwerk zu den hervorragenden Zeiten waren. Das primäre Ziel war es, Bestzeiten zu schwimmen, um bei den Qualifikationswettkämpfen für die Deutsche Jahrgangsmeisterschaft Startplätze zu bekommen.

Die gewaltigsten Zeitsprünge schaffte der 13-jährige Neo Bühler. Seit Jahreswechsel hat er seine Hauptschwimmart gewechselt und trainiert nun verstärkt Schmetterling. Seine starken Trainingsleistungen konnte er direkt im Wettkampf umsetzen. Mit 1:12,64 sowie 0:32,17 über 100m und 50m Schmetterling steigerte er nicht nur seine Bestzeit erheblich; er schaffte es in der noch jungen Saison auf Platz sechs der DSV Rangliste. Über 200m Schmetterling trat er erstmals auf der langen Bahn an und katapultierte sich mit 2:43,96 sogar auf Rang vier der DSV-Liste. In Regensburg landete er mit seinen guten Leistungen zweimal auf Rang zwei und einmal auf Platz drei.

Ben Bandlow (2011) stand bei all seinen sechs Starts auf dem Treppchen. Viermal Silber und zweimal Bronze waren seine Bilanz. Bei ihm liefen die Freistil-Strecken bestens: auf der Sprintstrecke schlug er nach 0:27,23 an, auf der 100m-Strecke knackte er auch auf der langen Bahn mit 0:59,13 die Minutengrenze. Über seine Spezialstrecke, den 200m Brust rangiert er derzeit auf dem deutschlandweiten achten Platz.

Lucas Trindade Rodriguez (2008) schaffte in der offenen Wertung den Sprung auf das Podest. Über 200m Schmetterling schob er sich mit 2:24,01 auf Rang sechs in Deutschland und auf Platz drei in Regensburg. Mit 1:02,04 knackte er über die halbe Distanz die Qualifikationszeit für die Road-to-DJM Wettkämpfe.

Neu im Pro-Team sind seit dieser Saison Aylin Rigal (2013) und Neela Falkentoth (2011). Für beide war es der erste Wettkampf mit solcher Größenordnung. Beide überzeugten direkt mit guten Leistungen. Aylin steigerte sich vor allem auf der Mitteldistanz. Über 200m und 400m Freistil kam sie nach 2:48,60 bzw 5:56,21 ins Ziel. Sprinterin Neela schnupperte über 100m Freistil mit 1:10,23 an der „magischen“ 1:10-er Marke. Über 100m Schmetterling landete sie mit Platz fünf in Medaillennähe.

Auch der Allrounder Marlon Kränkel (2009) kam mit Rang fünf über 200m Lagen nahe an die Medaillen ran. Besonders mit seinen 50m Zeiten über Rücken, Freistil und Schmetterling (0:32,90/0:28,86/0:30,46) überzeugte er im Sprintbereich.

Leider gab es auch krankheitsbedingte Einschränkungen. Till Pudlo (2008) konnte nicht bei all seinen Starts antreten, sondern musste den Wettkampf erkrankt abbrechen. Bis dahin steigerte er aber seine Bestleistungen über 50m und 100m Rücken sowie über 100m Brust. Serafina Stark (2012) war vor dem Wettkampf erkrankt und somit zwei Wochen nicht im Wasser, was sich bei der Schmetterlingsschwimmerin, die auf den längeren Strecken zuhause ist, in den Zeiten zeigte. Dennoch erkämpfte sie sich über 200m Schmetterling den vierten Platz.

Freistilexpertin Elin Bleicher (2010) startete wegen ihres krankheitsbedingten Trainingsrückstandes nur über 200m und 400m Freistil. Über die lange Distanz landete die freiwassererprobte Langstrecklerin auf Platz fünf.

Abteilungsleiter und Chefcoach Wilfried Fuchs zeigte sich nach diesem ersten Langbahnwettkampf der Saison hoch zufrieden. Maßgeblichen Anteil an den Erfolgen hatte Trainerin Sandra Bandlow-Albrecht, deren intensive Trainingsarbeit sich in Bestzeiten und Podestplätzen widerspiegelte.

Für einen Teil der Athleten geht es Ende März bereits weiter auf 50m Bahn, für alle Lindauer Schwimmer steht am kommenden Samstag das eigene Großereignis auf dem Programm: der 3. Internationale Thermencup Lindau.