Thermen Cup in Lindau zieht Hunderte an

Lindauer Zeitung - Christian Flemming

Lindaus Ruf in der Schwimmerszene als Veranstalter von Wettkämpfen hat durch die Einführung des Internationalen Therme-Lindau-Bodensee-Cups keinen Schaden genommen, im Gegenteil. Obwohl derzeit an verschiedensten Wettkämpfen kein Mangel herrscht, wollen sie alle an den Bodensee kommen. Schon drei Wochen vor dem Meldeschluss mussten die Verantwortlichen des TSV Lindau dieses Mal das Meldeportal schließen. „Wir sind da nun bei über 1300 Starts, mehr ist einfach nicht zu machen“, sagt der Abteilungsleiter der Schwimmer, Wilfried Fuchs, bedauernd.

Wenn das letzte Rennen am kommenden Samstag über die Bühne gebracht wird, liegen mehr als zwölf Stunden hinter den Verantwortlichen und ihren zahlreichen freiwilligen Helfern aus der Schwimmabteilung. Dann werden rund 300 Teilnehmer aus 17 Vereinen, davon erstmals zwei aus Liechtenstein sowie weitere zwei aus Württemberg, die 25-Meter-Bahn der Lindauer Therme in- und auswendig kennen, und das in verschiedensten Disziplinen. Unter den gemeldeten Teilnehmern sind 118 Schwimmerinnen.

Außen vor mussten in diesem Jahr neun Schwimmvereine bleiben. Unter anderem aus Bad Dürrheim, Marktoberdorf, Bregenz, Haunstetten oder auch Pfronten und Romanshorn. Das gilt natürlich nicht für den austragenden Verein, der 19 Jungs und 22 Mädchen gemeldet hat. Was die Anzahl weiblicher Teilnehmerinnen betrifft, ist Lindau ganz vorne. Zahlenmäßig ist der Ausrichter aber nur der zweitstärkste Verein. Kaufering reist mit 28 männlichen und 14 weiblichen Wettkämpfern an. Ebenfalls zahlreich vertreten sind Neusäß (15 Jungs/6 Mädchen), München (12/5) sowie Gersthofen (11/7) und Bad Wörishofen (11/3).

„Da sind natürlich unsere ‚Pros', die elf Leistungsschwimmer. Die sind fast alle richtig fit und in einer richtig guten Form. Aber auch eine Reihe von Nachwuchsschwimmern, die das erste Mal Wettkampferfahrung sammeln dürfen“, beschreibt Sandra Bandlow-Albrecht das Lindauer Teilnehmerfeld. Gerade für die Neulinge ist der Heimvorteil nicht zu unterschätzen. So wird der Samstag ein richtiger Trainingswettkampf für alle Lindauer Teilnehmer. In den verschiedenen Disziplinen antreten – und in den Wettkampfpausen mit anpacken, so wie man das von den Lindauer Schwimmern eben kennt, die als eingespieltes Team solche Veranstaltungen gerne stemmen, „zumal die Zusammenarbeit mit den Therme-Verantwortlichen nach wie vor hervorragend ist“, wie Bandlow-Albrecht und Fuchs einhellig bestätigen. Auch in diesem Jahr hat Andreas Schauer wieder zugesagt, den Pokal für den erfolgreichsten Verein zu stiften. Ob der wieder in Lindau bleibt, wird sich zeigen.

Es wird wohl niemanden verwundern, dass das Sportbad der Lindauer Therme an diesem Samstag für den öffentlichen Betrieb gesperrt ist. „Daher danken wir, die Veranstalter, aber auch die Therme-Betreiber, schon im Voraus für das Verständnis und die Rücksicht der Badebesucher, dass sie an diesem Tag das Sportbad nicht benutzen können“, so Wilfried Fuchs. Aber zuschauen und Wettkampfatmosphäre schnuppern dürfen sie natürlich. Und die Teilnehmer anfeuern auch.