Großer Erfolg für TSV Lindau bei Masters-DM der langen Strecken

LZ - Mit dem größten bayerischen Team waren die Masters Schwimmer des TSV 1850 Lindau am vergangenen Wochenende bei der 40. Internationalen Deutschen Meisterschaft der Masters über die langen Strecken in Stuttgart am Start. 650 Teilnehmer aus 221 Vereinen aus Deutschland, der Schweiz und der Ukraine reisten in die württembergische Landeshauptstadt, um sich im NeckarPark Bad drei Tage lang mit ihren Altersklassen-Konkurrenten zu messen. 1160 Einzel- und 115 Staffelstarts wurden über den Startblock gelassen, die Lindauer traten aber nur bei 15 Einzel- und 4 Staffelentscheidungen an. Damit hatten die Lindauer zwar die größte bayerische Mannschaft, jedoch nicht die größte Anzahl der Meldungen. Am Ende konnte aber jeder der grün-weißen Teilnehmer wenigstens eine Medaille aus dem Wettkampfbecken fischen. Mit sieben Gold- und jeweils zwei Silber- und Bronzemedaillen waren die Lindauer Schwimmer das erfolgreichste bayerische Team der Veranstaltung. Mit seinen fünf Titeln bei fünf Starts war der in der AK 85 startende Alfred Seeger gleichzeitig auch erfolgreichster bayerischen Einzelteilnehmer. Insgesamt 2000 Wettkampfmeter legte der amtierende Masters-Weltmeister über die drei Tage hinweg zurück. 2500m Wettkampfstrecke spulte Thomas Röhl (AK 65) ab. Während er über die 1500m und die 800m Freistil mit Platz vier und fünf vorliebnehmen musste, siegte er tags drauf über 200m Schmetterling souverän. Eine Silbermedaille erschwamm er zudem zusammen mit Holger König, Reinhold Pohl und Cord Lehmann mit der 4x200m Freistil-Staffel in der AK 240+. Je länger die Wettkampfstrecke, desto besser ist das Motto der Freiwasserexpertin Beate Schulz. Sie sicherte sich den Titel über 1500m Freistil in der AK 55. Mit ihren Starts über 800m und 400m Freistil führt sie die Liste der meisten Wettkampfmeter an. Zu ihren 2700m hatte sie aber noch Starts in der 4x200m Freistil und 4x200m Brust-Staffel. Zusammen mit Violeta Mihut, Nadja Merz und Sandra Bandlow-Albrecht schwamm sie in der AK 200+ gegen das größte Teilnehmerfeld aller Staffel-Altersklassen. Dank ausgeglichener Leistungen in dem Quartett konnten sie sich über 4x200m Freistil den Vizetitel erschwimmen und über 4x200m Brust völlig überraschend den dritten Platz erkämpfen. Mit dieser Medaille hatte keiner aus der Mannschaft gerechnet. Marc Pauli (AK 35) ging mit dem Männerteam der AK 200+ über die 4x200m Bruststaffel an den Start, doch leider blieb das Quartett mit Holger König, Reinhold Pohl und Cord Lehmann mit Rang fünf medaillenlos. Aber auch der zehnte Lindauer Starter sollte nicht ohne Podestplatz bleiben. Er erkämpfte sich über 200m Schmetterling in einem harten Rennen die Bronzemedaille. So kehrten am Ende alle zehn Lindauer Masters glücklich über ihre Ausbeute an den Bodensee zurück.