Bestzeiten, Finaleinzug - Nachwuchs überzeugt auf dem Weg zur DJM-Qualifikation

Ein langes Wochenende im Würzburger Wolfgang-Adami-Bad liegt hinter den besten Nachwuchsschwimmern des TSV 1850 Lindau: der SV Würzburg 05 war Ausrichter der offenen Bayerischen aquafeel Meisterschaften, bei der zeitgleich die Road-to-DJM-Wettkämpfe der Jahrgänge 2008 bis 2012 eingebettet waren. Zudem fanden die SMK-Q+-Mehrkampf-Wettkämpfe der Jahrgänge 2013 bis 2015 sowie die Jugendfinals der Jahrgänge 2012 bis 2015 statt. Das bedeutete, es standen insgesamt 56 Entscheidungen um bayerische Titel sowie 24 Entscheidungen um die Jugend-Mehrkampftitel an.

53 Vereine hatten dazu 215 Schwimmerinnen und 206 Schwimmer für 1514 Einzel- sowie 57 Staffelstarts gemeldet.

Aus Lindau waren drei Aktive am Start. Der jüngste im Team, der 13-jährige Neo Bühler startete im schwimmerischen Mehrkampf, der in diesem Jahr auf Landesebene neue Regeln hat: die 100m und die 200m Zeit einer Schwimmart werden zusammen gezählt. Die schnellste Gesamtzeit gewinnt. Erst auf Süddeutscher Ebene werden die weiteren Fertigkeiten wie zum Beispiel Delfinwelle in Bauch- und Rückenlage abgeprüft. Neo startete am Samstag mit den 200m Schmetterling. Mit 2:44,37 lag er knapp über seiner vor sechs Wochen aufgestellten Bestzeit und schlug als vierter seines Jahrganges an. Tags drauf standen die 100m auf dem Programm. Bühler setzte sich vom Start weg vom Feld ab und schlug in neuer persönlicher Bestzeit von 1:11,42 mit deutlichem Vorsprung an. Dennoch reichte es am Ende in der Addition um 1,41 Sekunden zwar nicht auf das Podest, aber er sicherte sich damit den Einzug ins Jugendfinale, für das sich die Jahrgänge 2012 und jünger qualifizieren konnten. Dort traf er vor allem auf Athleten des Jahrganges 2012. Dennoch konnte sich Bühler gut behaupten. Mit 1:11,61 bestätigte er seine gute Zeit vom Vormittag und kam als sechster ins Ziel. In seinem Jahrgang war er erneut schnellster. Über 200m Lagen wurde er mit Bestzeit siebter seines Jahrganges.

Der 15-jährige Ben Bandlow trat über alle drei Bruststrecken an und verließ das Wasser jeweils mit neuer Bestzeit. Am Freitag standen bereits die 50m auf dem Programm, wo er in 0:34,26 fünfter seines Jahrganges wurde. Über 100m gelang ihm die größte Steigerung: 1:14,95 waren fast 1,5 Sekunden schneller als seine bisherige Zeit, was Platz drei in seinem Jahrgang bedeutete. Am letzten Veranstaltungstag standen die 200m Brust an. Mit 2:45,58 setzte er abermals eine neue Bestmarke. Leider reichte es hier nur für die viertbeste Zeit. Sein Kontrahent schlug 1/100 Sekunde vorher an. Im direkten Vorfeld erkrankt war Lucas Trindade Rodriguez. Er hatte am späten Sonntag Vormittag seinen ersten und einzigen Start über 100m Schmetterling im Rahmen der Road-to-DJM-Qualifikation. Auf den ersten 50m lag er prima in der Zeit und war auf dem besten Weg zu einer erheblichen Steigerung seiner Bestleistung. Während der zweiten Bahn aber konnte er – noch geschwächt von seiner Erkrankung – das Tempo nicht durchhalten. Am Ende schlug er knapp über seiner alten Bestleistung mit 1:03.44 an. Abteilungsleiter und Chefcoach Wilfried Fuchs war mit dem Abschneiden der drei Jungs höchst zufrieden. Nun folgen trainingsreiche Osterferien in diversen Trainingscamps, damit Ende April wieder die Jagd zur Road-to-DJM, der diesjährigen Qualifikation für die nationale Jugendmeisterschaft, aufgenommen werden kann. Bis Ende Mai können die Startplätze dafür erschwommen werden.