Hitzeschlacht im „Guggi“: Lindauer Quartett überzeugt bei Deutscher Freiwasser-Meisterschaft

Die Internationale Deutsche Meisterschaft im Freiwasserschwimmen wurde am vergangenen Wochenende im Guggenberger See, dem „Guggi“, in Neutraubling bei Regensburg ausgetragen. 125 Vereine sind deswegen in die Universitätsstadt der Oberpfalz gereist, um sich bei 760 Einzelstarts und in 89 Staffeln mit der Konkurrenz zu messen. Allein schon wegen der nahen Anreise entschlossen sich etliche mehr Teilnehmer aus bayerischen Vereinen zu einem Ausflug ins Freiwasser als sonst; es kamen gut 1/5 der teilnehmenden Vereine aus Bayern. 162 Starter kommen aus dem Einzugsgebiet des BSV und starten in 189 Einzel- und in 28 Staffelrennen.

Der Ausrichter SC Regensburg hatte sich im Vorfeld ins Zeug gelegt, um alles tiptop vorzubereiten: neben dem neu verlegten Steg wurden Kappen beschriftet, Transponder gebündelt und gerichtet, die Bojen des 1250m langen Rundkurses waren gesetzt… und dann manifestierte sich, dass das Wetter am Wettkampfwochenende der Endgegner sein wird. Temperaturen knapp unter 40 Grad brachten Aktive, Betreuer, Kampfrichter und Helfer auch ohne sportliche Betätigung an die Grenzen der körperlichen Belastbarkeit. So wurde einen Tag vor Wettkampfbeginn der Zeitplan optimiert, um Wettkampfpausen zu verlängern und die Zeit in der Sonne zu minimieren. Verschobene Startzeiten und das Zusammenlegen von Läufen, so dass der Wettkampf nun in Wellen gestartet wird, waren die Konsequenz.

Dennoch herrschte stets bereits früh eine Wassertemperatur von 27,5 Grad. Diese steigerte sich bis zum Nachmittag hin auf 29 Grad. Laut Regelwerk des DSV sind 31 Grad die maximale Wassertemperatur, die einen Start zulässt.

In dieses tropische Abenteuer stützen sich vier Aktive des TSV 1850 Lindau. Für alle vier war es der erste Start bei einer deutschen Meisterschaft überhaupt und alle vier lösten diese Aufgabe bravourös. Neo Bühler (2013) und Ben Bandlow (2011) sprangen am Samstag vormittag als erstes in den Guggi, um die „Sprintstrecke“ des Wochenendes, die 2,5km zu absolvieren. Am Nachmittag taten es Aylin Rigal (2013) und Elin Bleicher (2010) den Jungs gleich und absolvierten den1,25km-Rundkurs zweimal. Am Sonntag standen für Elin und Ben die doppelte Strecke auf dem Programm, wo sie nach 1:12:11,91 bzw 1:18:15,29 finishten. Bei all ihren Rennen teilten sich die Lindauer ihre Kräfte sehr klug ein und kamen so stets mit persönlich guten Zeiten ins Ziel. Mit Platzierungen im Mittelfeld traten sie von der Hitze gekocht am Sonntag den Heimweg an. Abteilungsleiter und Chefcoach Wilfried Fuchs war mit dem Quartett höchst zufrieden.