Schwim­mer sam­meln flei­ßig Punk­te

LZ - Mit einem riesigen Mannschaftsaufgebot ist das Schwimmteam des TSV Lindau am vergangenen Samstag bei der achten Auflage des SW-LI Bodenseecup angetreten. Zehn Vereine aus Österreich, Baden und Bayern waren mit 140 Schwimmerinnen und Schwimmern plus Trainern, Kampfrichtern, Mannschaftsbetreuern und Schlachtenbummlern ins Limare gekommen, um sich über die 50m und 100m Strecken in sämtlichen Schwimmarten sowie den 200m Lagen zu messen.

 

TSV-Abteilungsleiter Wilfried Fuchs und der technischer Leiter Peter Hämmerle hatten im Vorfeld alles bestens vorbereitet, sodass am Veranstaltungstag den Gästen durch das eingespielte Helferteam ein einwandfreier Ablauf geboten werden konnte. Die Teams kommen besonders gerne zu dieser im Wettkampfjahr frühen Veranstaltung - warten auf die drei Erstplatzierten in jedem Jahrgang doch personalisierte Medaillen. Zudem konnten durch die Unterstützung der Bäderbetriebe viele Glücksläufe mit kleinen Präsenten ausgerufen werden. Und es gab für jeden Teilnehmer eine Veranstaltungsbademütze, mit der das Event immer wieder in Erinnerung gerufen wird. Außerdem reizte ein Mannschaftspokal, der am Ende dem Team mit den meisten Punkten überreicht wurde. Hierdurch war der Anreiz gegeben, bei möglichst vielen Starts Punkte zu erzielen. Platz eins bedeutete sechs Punkte für das Mannschaftskonto, Rang brachte immerhin noch einen Punkt ein.

 

Acht Schwimmer erstmals dabei

 

Aus den Lindauer Reihen ist dieser Wettkampf die beste Gelegenheit, um Neulinge erstmals an das Wettkampfgeschehen heranzuführen. So waren gleich acht Youngsters im 27 Personen starken Lindauer Aufgebot dabei, die zum ersten Mal überhaupt bei einem größeren Wettkampf an den Start gingen. Nicht immer konnte dabei das Siegerpodest erklommen werden, wertvolle Erfahrung wurde dabei aber reichlich gesammelt.

 

Emil Mattes (Jahrgang 2006) erschwamm sich bei vier Starts eine Silber- und zwei Bronzemedaillen und erzielte 16 Punkte für das Mannschaftskonto. Auch Gabriel van Kessel (2007) holte 16 Gesamtzähler, jedoch mit einer Silber- und einer Bronzemedaille. Zehn Punkte und eine Silbermedaille erschwamm Lisa Lienau (2005), einen Punkt weniger und eine Bronzemedaille sicherte sich Max Moosmann (2002). Medaillenlos blieben von den Neulingen Luca Brendel (2002, vier Punkte), Sofia Halmova (2007, drei Punkte), Henriette Breunig (2005, zwei Punkte) und Marvin Pietsch (2005).

 

Sechs Starts, sechs Siege

 

Die bereits routinierten Nachwuchsschwimmer glänzten zum Teil mit erheblichen Steigerungen ihrer bisherigen Bestleistungen. Eduard Ejstrich (2006) siegte bei all seinen sechs Starts und sammelte damit 36 Mannschaftspunkte. Mit seinen Leistungen über 100m und 50m Brust belegt er derzeit vordere Plätze in der deutschlandweiten Rangliste seines Jahrgangs. Mit 32 Zählern steuerte Athina Pepa (2003) die zweitmeisten Punkte bei. Besonders starke Leistungen zeigte Athina über die Bruststrecken, wo sie über 50m die beste Zeit des Tages aller Starterinnen schwamm. Fünf Siege bei fünf Starts und 30 Punkte sicherte sich Lasse Batke (2003), dessen Stärken eher auf den längeren Strecken liegen. Seine Bestzeiten über 100m Freistil und Schmetterling erschwamm er sich durch überzeugende Endspurts. Der gleichaltrige Alexander Dullin erzielte bei jedem Start eine Medaille und kam auf 29 Punkte, Lars Rommelspacher (2003) steuerte 27 Punkte zum Mannschaftskonto bei. Jeweils bei fünf Starts einen ersten, drei zweite und einen dritten Platz und somit 25 Punkte erreichten Anna-Lisa Allgaier (2000) und Lois Debruyne (2002).

 

Lediglich einen Punkt weniger erzielte Anna Hill (2002), die vor allem mit ihren Leistungen über 50m und 100m Freistil erfreute. Emilia Alle (2006) und Maximilian Garde (2004) sammelten 23 Punkte, Lukas Wölfle (2002) und Matthis Debruyne (2004) kamen auf je 18 Zähler. Das umfangreichste Wettkampfprogramm mit acht Starts absolvierte Minette Mattern (2006), was letztlich 17 Zähler für die TSV-Mannschaft erbrachte. Einen kompletten Medaillensatz bei drei Starts und damit 15 Punkte sicherte sich Sina Merz (2000). Areti Ioannidi (2006) erschwamm mit ausnahmslos Bestzeiten 14 Punkte, Patrick Romer (2005) steuerte 13 Punkte bei. Jeweils elf Punkte erbrachten Clara-Sophie Beck (2004) und Alexander Kickl (1996), der sich über 100m Freistil mit seinem Mannschaftskollegen Lois Debruyne ein packendes Duell lieferte. Acht Punkte aus zwei Starts steuerte Hannah Zimmermann (2000) fürs Mannschaftsresultat bei.

 

Am Ende wurde es bei der Pokalvergabe sehr spannend: Sowohl der TV Lindenberg als auch der TV Immenstadt und der TM Memmingen hatten - wie Lindau - große Teams mit zahlreichen Meldungen am Start. Bei den Zwischenständen lag mal der eine, mal der andere Verein vorne. Letztlich konnten die Lindauer doch ihren Heimvorteil nutzen und sicherten sich mit 456 Punkten den Pokal vor dem TV Memmingen (438) und dem TV Immenstadt, der nur zwei Punkte dahinter lag.

 

Für einen Hexenkessel sorgen jährlich die Staffeln, die vor der Mittagspause unter frenetischen Anfeuerungsrufen ausgeschwommen werden. Bei den Frauen wurden die schnellsten drei Nachwuchsmädels Anna Hill, Athina Pepa und Anna-Lisa Allgaier durch die Mastersschwimmerin und Trainerin Violeta Mihut verstärkt. Dennoch mussten sie sich am Ende um lediglich Achthundertstelsekunden dem Team des TSV Marktoberdorf geschlagen geben. Die zweite Mädelsmannschaft mit Emilia Alle, Areti Ioannidi, Clara-Sophie Beck und Hannah Zimmermann erschwamm sich Platz sieben. Die Jungs wurden durch den Mastersschwimmer Mirko Bandlow verstärkt und belegten - mit Alexander Kickl, Lukas Wölfle und Lois Debruyne - den dritten Platz. Rang sechs erschwamm sich schließlich das zweite Team mit Lasse Batke, Alexander Dullin, Max Moosmann sowie Maximilian Garde.