Starke Leistung: Sebastian Schulz holt dreimal Edelmetall

Dreimal Gold zum Saisonhöhepunkt für Sebastian Schulz

 

LZ - In der Berliner Schwimm- und Sprunghalle im Europasportpark haben die deutschen Jahrgangsmeisterschaften im Schwimmen stattgefunden. Während in den Vorjahren die jeweils 30 bestplatzierten deutschen Schwimmer eines Jahrgangs auf den einzelnen Streckne zugelassen wurden, gab der Bundestrainer Henning Lambertz für dieses Jahr erstmals konkrete Pflichtzeiten vor. Der Opfenbacher Sebastian Schulz (Jahrgang 2001), der im TSV 1850 Lindau seine schwimmerischen Wurzeln hat, startete in Berlin für die SGS Hamburg und überzeugte.

 

In 4952 Einzelrennen, die sich über fünf Wettkampftage verteilten, starteten insgesamt 1412 qualifizierte Kinder und Jugendliche der Jahrgänge 2000 bis 2006. In seinem zweiten Jahr im Norden hat sich Sebastian sehr gut eingelebt und nach internationalen Starts mit dem Hamburger Team in Edinburgh und Eindhoven sollten auch heuer wieder die deutschen Jahrgangsmeisterschaften den absoluten Saisonhöhepunkt darstellen und zeigen, ob Trainings- und Technikumstellung nach zweijähriger Arbeit in der Hansestadt Früchte tragen.

 

Nachdem sich Sebastian Schulz im Vorjahr mit drei dritten Plätzen auf seinen Paradestrecken 50-, 100- und 200-Meter-Brust zufrieden geben musste, schien dieses Jahr der Knoten geplatzt: Über 100 Meter Brust zeigte er gleich am ersten Wettkampftag, was er sich über die kurzen Bruststrecken vorgenommen hatte und dominierte im Vorlauf mit 1:04,85 Minuten das Feld seines Jahrgangs. Im Finale konnte er die Zeit zwar nicht weiter verbessern, sicherte sich aber mit 1:04,92 Minuten und einer knappen halben Sekunde Vorsprung zur Konkurrenz die Goldmedaille. Zwei Tage später startete er über 50 Meter Brust mit dem Vorsatz noch besser zu sein und steigerte sich von 29,64 Sekunden als Erstplatzierter im Vorlauf auf sehr gute 29,46 Sekunden im goldgekrönten Endlauf. Am letzten Wettkampftag stand die von Sebastian Schulz in den Vorjahren favorisierte 200-Meter -Bruststrecke auf dem Programm, die er jedoch zugunsten der 50- und 100- Meter-Distanzen in den letzten Monaten eher vernachlässigt, ja fast ungern bestritten hatte.

 

Mit zwei Goldmedaillen in der Tasche startete er ohne Druck und Erwartung und landete wider Erwarten in 2:25,20 Minuten auf dem dritten Vorlaufplatz. Beim Finale wollte Sebastian Schulz erst hinten raus richtig Gas geben. Der Plan ging auf: Nachdem er sich bis zur ersten Wende auf Platz acht zurück hielt, nach der zweiten Wende sich auf Position sechs nach vorn orientierte, konnte er nach der letzten Wende vom vierten Platz aus das restliche Feld aufrollen und nach einem packenden Finish als Erster in 2:22,49 Minuten anschlagen. Das Gold-Triple war perfekt!