Bei sieben Starts sieben Bestzeiten aufgestellt

Am vergangenen Samstag fand in Kempten eine Mammut-Veranstaltung statt: der Cambomare-Sprintpokal. 425 Aktive aus 29 Mannschaften der Jahrgänge 2010 und älter testeten ihre Form bei ziemlich genau 2000 Starts. Das bedeutete für die Lindauer, bereits um 7.15 Uhr in Kempten ins Wasser zu springen, um sich warm zu schwimmen. Dennoch ließen sich die 12 Aktive des TSV 1850 Lindau durch den frühen Vogel die Stimmung nicht verderben. In bester Schwimmerlaune starteten einige im Team so richtig durch und schwammen sich von Bestzeit zu Bestzeit. Eduard Ejstrich (2006) war der herausragende Athlet im Lindauer Team. Bei sieben Starts erzielte er 7 Bestzeiten, wobei er mit seinen Leistungen über 100m Brust in 1:19,69 und 100m Freistil im 1:06,26 endlich die „magischen“ Grenzen von 1:20 bzw 1:10 hinter sich ließ. Außer über 50m Schmetterling und 50m Rücken gewann Eduard alle seine Starts. Über die Schmetterling- und die Rückenstrecke wurde er zweiter, womit er mehr als die Hälfte – nämlich 50 Punkte – zum Gesamtpunkteergebnis beisteuerte. In der Sprintpokalwertung, die sich aus den DMS-Punkten berechnet, kam er hinter Justin Herthnek vom TV Lindenberg auf den zweiten Platz mit 914 Punkten. Die älteste der Mannschaft, Anna-Lisa Allgaier (2000) erschwamm sich einen kompletten Medaillensatz. Sie siegte über 100m Freistil in 1:06,00, wurde über 100m Rücken in 1:21,66 zweite und schwamm sich über 100m Lagen auf Rang drei, was insgesamt 16 Punkte für das Mannschaftskonto erbrachten. Für einen Sieg bekam man 8 Zähler, der zweite Platz erbrachte 5 Punkte und die Plätze drei bis fünf waren drei, zwei und einen Punkt wert. Lasse Batke (2003) sicherte sich durch zwei zweite Ränge über 100m Schmetterling (1:13,76) und 100m Freistil (1:03,31) 10 Punkte. Vier Aktive standen jeweils einmal auf dem Bronze-Treppchen. Matthis Debruyne (2004) schmetterte sich über 100m zu Bronze. Dank eines weiteren vierten Platzes über 100m Lagen erschwamm er 5 Punkte. Maximilian Garde (2004) steuerte vier Punkte auf das Lindauer Konto bei. Über 100m Rücken sicherte er sich den Stockerl-Rang und über 100m Freistil knackte er in 1:09,05 deutlich die magische 1:10-Marke. Jeweils drei Punkte durch einen dritten Rang erkämpften sich Lois Debruyne (2002) über 100m Schmetterling und Lars Rommelspacher (2003) über 100m Brust. Lars erschwamm sich bei all seinen Starts ausnahmslos Bestzeiten. Alexander Dullin (2003) schaffte zwar nicht den Sprung auf das Stockerl, aber mit einem fünften Platz über 100m Schmetterling erzielte er immerhin einen Punkt für die Mannschaft. Lukas Wölfle (2002), Lisa Lienau (2005), Clara-Sophie Beck (2004) und Henriette Breunig (2005) schafften es zwar nicht in die Punkteränge, sammelten aber zum einen Wettkampferfahrung und zum anderen erschwammen sich Lukas Wölfle und Lisa Lienau ausnahmslos Bestleistungen über ihre gestarteten Strecken. Mannschaftschef und Abteilungsleiter Wilfried Fuchs zeigte sich begeistert über den Ehrgeiz seines Teams. So kamen zum Beispiel acht Lindauer Schwimmer über 100m Freistil zu Bestleistungen, wobei die 100m Freistil der letzte Wettbewerb des Tages waren. Das Lindauer Team kam in der abschließenden Pokalwertung auf einen guten elften Rang und 29 Mannschaften. Gewonnen hat der Gastgeber TV Kempten vor dem TS Dornbirn und dem TV Immenstadt.