Bei den Lindauer Schwimmern ist viel los

LZ - „Das Jahr 2018 war nicht zur Erholung gedacht. Im Gegenteil, es war richtig viel los“, begrüßte Abteilungsleiter Wilfried Fuchs vor Kurzem die Mitglieder der Abteilung Schwimmen des TSV 1850. Und freute sich, dass sie in beschlussfähiger Zahl erschienen waren, wichtig für die durchzuführenden Wahlen. Mit vielen Zahlen belegte er dann auch eindrucksvoll seine Worte und das agile Vereinsleben der Lindauer Schwimmer.

 

251 Mitglieder zählte die Abteilung Schwimmen des TSV 1850 Lindau zum Jahreswechsel. 159 davon sind aktive Schwimmer im Training, davon wiederum 73 Frauen oder Mädchen und 86 Männer oder Jungs. Fünf Schwimmer sind bis sieben Jahre alt. 79 zwischen acht und 14 Jahre, 24 zwischen 15 und 18 Jahre sowie 51 über 18 Jahre. Denen gegenüber stehen 30 Trainer.

 

27 Wettkämpfe im Jugend- und Mastersbereich haben sie bestritten, mit 1162 Einzel- und 45 Staffelstarts. 5949,35 Euro waren an Startgeldern fällig, von denen der Hauptverein 4900 übernahm. Die sich mehr als gelohnt haben, denn die Schwimmer kamen mit brillanten Platzierungen zurück: 187 erste Plätze, 159 zweite Plätze und 131 dritte Plätze.

 

Allein Fritz Ilgen holte drei Europameistertitel, dabei zwei Strecken - 100- und 200-Meter-Rücken - in Europa-Rekord-Zeit, sowie den Europarekord über 50-Meter-Rücken auf der 25-Meter-Bahn. Bei den Masters gab es sechs deutsche- und sagenhafte 82 bayerische Meistertitel. Fuchs beglückwünschte die Sieger, dankte den Schwimmern und den Übungsleitern für 2078 geleistete Übungsstunden.

 

Die wichtigsten Veranstaltungen der Schwimmer im vergangenen Jahr seien unter anderem die intensiven Trainingslager, der SW-Li Cup, die Lindauer Seequerung - zum ersten Mal mit elektronischer Zeitnahme -, die Vereinsmeisterschaften sowie die Ehrungen durch Stadt und Sportkreis gewesen. Fuchs berichtete von einer aktiven Kameradschaft mit gemeinsamen Aktivitäten, beispielsweise die Fahrt der Schwimmerjugend in den Europapark in Rust und die traditionelle Nikolausfeier.

 

Die enorm wichtige Unterstützung und durchwegs positive Zusammenarbeit mit den Bäderbetrieben, dem Sportkreis Lindau, der Stadt Lindau, dem Hauptverein sowie den diversen Sponsoren der Schwimmer hob der TSV-Abteilungsleiter hervor. Es entstehen übers Jahr immerhin Kosten von rund 27 000 Euro - 18 000 im Jugend- und rund 9000 im Mastersbereich -, die finanziert werden müssen. Fuchs dankte den Eltern der Nachwuchsschwimmer für ihre Fahrbereitschaft, Sandra Bandlow-Albrecht für ihre großartige Arbeit für die Masters und ihre Pressearbeit sowie seinen Vereinskameraden. „Wir gemeinsam sind die Lindauer Schwimmer. Nur wir gemeinsam können unseren Verein stemmen“, so Fuchs.

 

Masters in Südkorea

 

Kassier Ossi Ilgen präsentierte eine ausgewogene Finanzlage. Was sehr stark an Wilfried Fuchs liege. Der habe sich mit ganzer Kraft und erfolgreich um Zuschüsse für den Verein bemüht. Das Außergewöhnliche am Kassenbericht: Ilgen berichtete zum letzten Mal.

 

Weshalb die folgenden Neuwahlen einen sehr speziellen Wechsel mit sich brachten. Ossi Ilgen, seit 57 Jahren Schatzmeister des Vereins, gab den Schlüssel zur Schatztruhe an Brigitte Kalkbrenner weiter. Neu in den Vereinsvorstand wurde zudem Sabine Zeleny als Schriftführerin gewählt - für Beate Schulz, die nicht mehr antrat. Alle anderen wurden einstimmig bestätigt, ebenso die Jugendvertreter: Anna Lisa Allgaier, Annika Strodel, Lois Debruyne und Lukas Wölfle. Peter Hämmerle, Technischer Leiter der Schwimmer, gab einen Überblick ins laufende Schwimmerjahr.