Jeder Start ein Podiumsplatz

Fünf Nachwuchsschwimmer des TSV 1850 Lindau starteten am vergangenen Wochenende bei der Bezirks-Jahrgangsmeisterschaft, die vom SV Augsburg ausgetragen wurde. Gut 320 Athleten hatten sich aus 28 schwäbischen Vereinen dafür über 1500 Strecke qualifiziert, indem die Pflichtzeiten vorab bei mindestens einem Wettkampf erschwommen wurden. Mit diesem großen Starterfeld war an den beiden Wettkampftagen ein straffer Zeitplan angesagt. Die Lindauer, die insgesamt 18-mal ins Wasser sprangen, beendeten zehn Starts davon mit einem Platz auf den Siegertreppchen. Erfolgreichster aus dem grün-weißen Team war Eduard Ejstrich (2006), der alle seine sechs geschwommenen Strecken als schwäbischer Vizemeister beendete, fünf davon sogar mit persönlicher Bestzeit. Über seine Paradedisziplinen, den 100m und 200m Brust steigerte er sich auf 1:17,28 bzw 2:51,91, aber auch über 100m und 200m Freistil sowie über 200m Lagen steigerte er sich deutlich. Ebenfalls mit jedem Start einmal auf dem Treppchen, das schaffte Anna-Lisa Allgaier, die mittlerweile dem ältesten Jahrgang der Jahrgangswertung angehört. Über 100m Schmetterling und 100m Lagen wurde sie mit 1:13,04 bzw 1:15,19 Vizemeisterin, über 100m Rücken und 200m Freistil kam sie als dritte ins Ziel. „Knapp vorbei ist auch daneben“ war das Motto vom Lasse Batke (2003) und Lois Debruyne (2002). Trotz guter Zeiten schafften beiden nicht den Sprung auf das Podest, denn dort stand die Konkurrenz, die diesen Wettkampf noch zur Vorbereitung auf die Deutsche Jahrgangsmeisterschaft kommende Woche nutzte. Lasse zauberte vor allem über die längeren Strecken überragende Bestzeiten ins Wasser: die 200m Freistil kraulte er in 2:13,82, für 200m Lagen benötigte er 2:33,50. Über 100m Freistil näherte er sich mit 1:00,76 der magischen Minuten-Grenze. Dreimal Rang fünf und je einmal Platz sechs und sieben waren seine Platzierungen. Lois startete nur am Sonntag und hatte den Teamlauf vom Samstag noch in den Knochen. Dennoch schwamm er mit 1:00,59 abermals an die Minutengrenze über 100m Freistil heran. Über 200m Lagen landete er auf den undankbaren vierten Platz. Nachwuchstalent Till Pudlo (2008) hatte sich über eine Strecke qualifiziert und durfte deshalb die Wettkampfluft der Großen schnuppern. Über 100m Brust schlug er nach 1:40,86 an, was zwar den neunten Platz bedeutete, ihn aber vom vierten Rang gerade einmal 1,5 Sekunden trennten. Cheftrainer Wilfried Fuchs zeigte sich sehr erfreut über das Abschneiden seines Teams. Er betreute die fünf und analysierte jedes Rennen im Nachgang. Peter Hämmerle war bei der Veranstaltung als Schiedsrichter eingesetzt.