Alle 18 Wettkampfstrecken auf einmal

Am vorweihnachtlichen Wochenende stellten sich Alfred Seeger und Sandra Bandlow-Albrecht von den Mastersschwimmern des TSV 1850 Lindau einer ganz besonderen Herausforderung: sie starteten bei dem ersten Ironmaster, einem neuen Wettkampfformat, das im Innsbrucker Universitätsschwimmbad ausgerichtet wurde. Jeder Sportler musste innerhalb von 24 Stunden alle 18 Wettkampfstrecken, die es für Beckenwettbewerbe gibt, absolvieren. So hatte jeder Athlet am Samstagnachmittag und am Sonntagvormittag jeweils neun Starts. Auf dem Programm standen jeweils 50m, 100m und 200m von den Schwimmarten Schmetterling, Rücken, Brust und Freistil sowie 400m, 800, und 1500m Freistil und 100m, 200m und 400m Lagen. 28 Sportler aus Österreich, Italien, USA, der Schweiz und Deutschland stellten sich dieser Herausforderung. Nachdem von der AK 25 bis zur AK75 Sportler am Start waren, wurden die Leistungen in ein Punktesystem umgerechnet, das sich am Weltrekord der verschiedenen Strecken in jeder Altersklasse orientiert. Die beiden Lindauer konnten ihre Ausgeglichenheit in allen Schwimmarten voll ausspielen und erzielten stets Platzierungen im Vorderfeld. Bandlow-Albrecht ging allerdings erkältungsgeschwächt an den Start, so dass die Regeneration im Laufe des Wettkampfes immer schwieriger wurde. Mit großer Überlegenheit siegte Martina Mautischat aus Bad Reichenhall. Im Kampf um die weiteren Stockerlplätze musste sich Bandlow-Albrecht letztlich zwei jungen Mädels aus der AK 25 geschlagen geben und am Ende mit dem undankbaren vierten Platz mit 14064 Punkten vorliebnehmen. Für Seeger fand der Wettkampf genau 10 Tage zu früh statt. Mit Jahreswechsel wechselt Seeger auch in die nächst höhere AK, wodurch alle anderen gegenüber ihm chancenlos gewesen wären. Jetzt galt aber noch das Tableau der AK 75 für Seeger und damit landete er mit 14546 Punkten auf den fünften Rang. Erschöpft, aber dennoch stolz über die vollbrachte Leistung begann nun auch für diese beiden die Weihnachtspause. Beim Abschied aus Innsbruck waren sie sich Seeger und Bandlow-Albrecht einig: „Im nächsten Jahr kommen wir wieder, denn wir haben noch eine Rechnung bei der Pokalvergabe offen!“.