Lindauer gewinnen komletten Medaillensatz

LZ -

 

 

Drei Schwimmer des TSV 1850 Lindau reisten am vergangenen Wochenende an die Aggertalsperre bei Gummersbach/NRW, um sich mit 197 anderen Teilnehmern aus drei Nationen bei den 27. Internationalen Deutschen Meisterschaften der Masters im Freiwasserschwimmen (DMMF) zu messen. Nachdem letztes Jahr die Freiwassermeisterschaften pandemiebedingt ausfallen mussten, war die Freude bei allen Teilnehmern groß, sich endlich wieder treffen und im Wettkampf messen zu können. Los ging es am Samstagnachmittag mit der 2,5 km Distanz, gefolgt vom 5 km Schwimmen am Sonntagvormittag. Beide Distanzen wurden auf einem 1,25 km langen Rundkurs in der idyllisch gelegenen Aggertalsperre absolviert. Unter Beachtung der aktuellen Corona-Auflagen wurden alle Starts in mehreren Läufen (sog. Wellen) je Bewerb im 20,2 °C warmen Wasser und somit nach den Regeln des Deutschen Schwimmverbandes (DSV) ohne Neoprenanzug durchgeführt.

 

 

 

Ältester Teilnehmer des Lindauer Teams und der gesamten Veranstaltung war Alfred Seeger, der in der Altersklasse der 80- bis 84-Jährigen (AK 80) an den Start ging. Mit einer Zeit von 55:27 Minuten hatte er im Ziel des 2,5 km Rennens einen komfortablen Vorsprung von über 16 Minuten auf seinen ein Jahr jüngeren Konkurrenten und konnte somit eine hochverdiente Goldmedaille mit in die Inselstadt zurückbringen.

 

Leider zeigte sich das Wetter in NRW genauso unberechenbar wie in Bayern und brachte mit viel Regen und deutlicher Abkühlung in der Nacht zum Sonntag eine drohende Gewitterfront mit sich, die die Durchführung der Sonntagsrennen im Zeitablauf nicht nur verzögerte, sondern zur Sicherheit der Sportler auch mit ständigem Abbruch drohte, so dass Alfred Seeger auf seinen zweiten Start über 5 km am Sonntag verzichtete.

 

 

 

Die in der Altersklasse der 50- bis 54-Jährigen (AK 50) startende Beate Schulz sicherte sich am Samstag über die 2,5 km Distanz in 38:31 Minuten die Silbermedaille. Schulz, die von Beginn an ein beherztes Rennen schwamm, hielt das Tempo über die gesamte Strecke hoch und verwies mehrere starke Konkurrentinnen auf die Plätze.

 

Motiviert durch diesen tollen Erfolg und einen positiven Rennverlauf, startete sie am Sonntag über die 5 km, konnte sich aber nicht direkt an ihrer Konkurrenz orientieren, da diese in der ersten „Welle“ startete, während Beate Schulz in der dritten Welle ihr eigenes Rennen alleine gegen die Zeit schwimmen musste. Im Ziel hatte sie ca. 5 Minuten Vorsprung auf die Viertplatzierte und es fehlten nur 9 Sekunden auf den Silberrang. Mit einer Zeit von 1:23:50 Stunden konnte sie sich am Ende über die Bronzemedaille freuen.

 

 

 

Lindauer Masters-Newcomerin Anna-Lisa Allgaier konnte über 2,5 km und 5 km erstmals DMMF-Wasser und -Luft schnuppern und zeigte mit Zeiten von 43:36 Minuten bzw. 1:32:36 Stunden trotz Corona- und Studium-bedingtem Trainingsrückstand, dass sie den Anschluss in der stark besetzten Altersklasse AK 20 (20- bis 24-Jährige), in der viele ehemalige Leistungsschwimmerinnen starten, bereits gefunden hat und sich weiterhin im Freiwasser und im Becken etablieren kann.

 

 

Am Ende des erfolgreichen Wochenendes standen drei Medaillen für die Lindauer Schwimmer zu Buche und bei allen Teilnehmern überwog die Freude über einen gelungenen Restart des Freiwasserschwimmens nach der Coronapause. Endlich ging es wieder los!