Lindauer Schwimmer holen Edelmetall

LZ -

Nach mehr als 1,5 Jahren stand am vergangenen Wochenende der erste Wettkampf der Masters in einem Schwimmbecken auf dem Programm. Die Deutschen Meisterschaften der kurzen Strecken wurden in Braunschweig ausgetragen. Das heißt, es wurden die Deutschen Meister der Altersklassen auf den 50m und den 100m in allen Schwimmarten sowie den 200m Strecken außer im Schmetterlingschwimmen ermittelt.

507 Aktive aus 205 Vereinen waren dazu nach Niedersachen gereist, um im dortigen 50m-Freibad drei Tage lang um die Titel zu kämpfen. Das zum September passende, durchwachsene Wetter sorgte für mäßige Wassertemperaturen, so dass es gerade auf den ganz kurzen Strecken schwierig war, gute Zeiten zu erzielen.

Vom TSV 1850 Lindau nahmen drei Aktive den weiten Weg in die Löwenstadt auf sich. Alfred Seeger, Violeta Mihut und Sandra Bandlow-Albrecht konnten dabei 13-mal Edelmetall aus dem Wasser fischen. Alle drei trafen auf harte Konkurrenz, denn um die Teilnehmerzahl klein zu halten wurden, vom Deutschen Schwimmverband die Pflichtzeiten, die man erreichen musste, um überhaupt beim Wettkampf teilzunehmen, im Vergleich zu den Vorjahren stark angezogen.

Alfred Seeger bewies seine Allrounder-Qualitäten in der AK 80. Er war über fast alle Strecken gemeldet. Lediglich über die ganz kurzen 50m Strecken verzichtete er auf wenige. Dabei stand er bei allen seinen Starts auf dem Treppchen. Drei Gold- und sechs Silbermedaillen konnte er am Wettkampfende zählen.

Violeta Mihut hatte wohl die stärkste Konkurrenz in ihrer Altersklasse. Gleich mehrere amtierende Welt- und Europameister standen neben ihr auf dem Block. Obwohl Mihut als älteste ihrer AK es zudem am schwersten hatte, konnte sie dennoch stets um die Medaillen mitschwimmen. Über 50m Schmetterling erkämpfte sich die Sprinterin den zweiten Platz, über 200m Lagen wurde sie dritte. Bei ihren drei weiteren Starts schrammte sie haarscharf am Treppchen vorbei und musste sich jeweils mit dem undankbaren vierten Rang zufriedengeben.

Auch Bandlow-Albrecht, die neu in der AK 50 startet, ärgerte sich über zwei vierte Plätze. Dafür war die Freude über zwei Bronzemedaillen auf 100m Schmetterling und vor allem den selten von ihr geschwommenen 200m Rücken umso größer.