Fette Ausbeute für die Lindauer Schwimmer

Einen Hauch von Normalität durften die Lindauer Nachwuchs-Schwimmer am vergangenen Samstag im Freibad der Therme Konstanz schnuppern: nach fast dreijähriger Pause fand unter ganz regulären Bedingungen die Internationale Bodenseemeisterschaft statt. Die Aktiven des TSV 1850 Lindau konnten sich mit den jeweils gleichaltrigen rund um den Bodensee vergleichen. Fast 220 Schwimmerinnen und Schwimmer aus 15 Vereinen des Badischen, Bayerischen, Württembergischen und Österreichischen Verbandes hatten dazu fast 1100 Starts gemeldet und das Wetter zeigte sich von der besten Seite. Nach Sturm und Regen bis in den späten Freitagabend, herrschten beste Bedingungen am Samstag.

Die 18 Lindauer Aktiven erzielten bei all ihren Starts ausnahmslos Bestleistungen und arrangierten sich mit der ungewohnten 50m-Bahn recht gut. Nachdem den gesamten Winter auf der 25m-Bahn der Therme Meter geschruppt wurden, durften nun etliche Gruppe seit den Pfingstferien im 50m-Olympiabecken trainieren, damit man sich auf die Bedingungen der kommenden Wettkämpfe einstellen kann.

Geschwommen wurden die 50m und 100m Strecke von allen Schwimmarten sowie 200m Lagen und 400m Freistil. Von den 63 Starts wurden fast ein Drittel mit Medaillenränge gekrönt. Viermal davon standen die grün-weißen ganz oben auf dem Treppchen. Bei vier Starts die Plätz eins bis vier erschwammen sich Merke Batke (2005) und Ben Bandlow (2011). Merle, die eher auf den Mittelstrecken zuhause ist, siegte über 100m Brust, wurde zweite über 100m Schmetterling und dritte über 100n Freistil, wobei sie mit 1:20,39 über Schmetterling und 1:10,37 über Freistil die „magischen“ 10-er-Grenzen knapp verpasste. Ein vierter Platz über 50m Schmetterling rundeten ihr Ergebnis ab. Ben Bandlow siegte über 50m Brust in 0:43,24, was ihn auf den 16. Platz der Deutschen Bestenliste seines Jahrganges brachte. Über die doppelte Distanz wurde er zweiter. Die 400m Freistil legte er 12 Sekunden schneller zurück als von 6 Wochen und wurde dritter. Platz vier sicherte er sich über 200m Lagen. Lisa Lienau (2005) und Eduard Ejstrich (2006) siegten jeweils einmal und kamen einmal auf den Bronzerang. Lisa sicherte sich die 200m Lagen souverän mit deutlichem Vorsprung, während Eduard seine Paradestrecke, die 100m Brust vergoldete. Die halbe Distanz beendete er als dritter. Über 100m Brust kam Lienau auf Rang drei, wobei hier alle drei Stockerplätze von Lindauer Schwimmern besetzt waren. Zwischen Siegerin Merle Batke und Lisa Lienau schob sich Henriette Breunig, die sich mit einem zweiten Platz über Lagen und einem dritten Rang über 50m Brust drei Medaillen erschwamm. Samuel Irlinger (2010), einer von sechs Wettkampf-Neulingen im Lindauer Team, versilberte seine Starts über 100m Rücken und 50m Schmetterling. Till Pudlo (2008) schwamm sich dreimal auf das Stockerl. Während er über 200m Lagen und 100m Freistil jeweils dritter wurde, packte er über 100m Brust noch eins drauf und wurde IABS-Vizemeister. Jeweils einmal Silber und einmal Bronze war die Ausbeute von Ela Ergüven (2006, 100m Brust Silber, 100m Freistil Bronze) und Maximilian Schnabel (2005, 100m Freistil Silber, 100m Schmetterling Bronze). Während Juraj Halmo (2009) sich bei seinem ersten Wettkampf über 100m Brust eine Medaille erschwamm, landeten einige Lindauer Aktive knapp daneben. Alina Aigner (2008) und Elin Bleicher (2010) verzeichneten ihr bestes Ergebnis über 100m Brust mit dem undankbaren vierten Rang, Lilli Riekmann (2011), Christian Rösler (2010) und Laura Yuki Klement (2008) kamen über diese Strecke als fünfte ins Ziel. Besonderes Pech hatten die Junioren Athina Pepa (2003), Lasse Batke (2003) und Maximilian Garde (2004), denn auf eine extra Juniorenwertung wurde bei dieser IABS verzichtet und so rückten Medaillen in der offenen Wertung trotz Bestzeiten in weite Ferne.

Chefchoach und Abteilungsleiter Wilfried Fuchs zeigte sich nach dem Wettkampf höchst zufrieden. Durch die vielen Bestleistungen konnten sich etliche Athleten für die Schwäbische Jahrgangsmeisterschaft in zwei Wochen qualifizieren, was für die meisten auch der Wettkampfhöhepunkt und Saisonabschluss darstellt.