Deutsche Vizemeisterin als Lohn

Einzige Vertreterin des TSV 1850 Lindau bei der Deutschen Masters Meisterschaft im Freiwasserschwimmen war am vergangenen Wochenende Beate Schulz. Nach vielen Jahren wurde diese Meisterschaft endlich getrennt von der Jugend und der offenen Klasse durchgeführt, wodurch die Masters wesentlich bessere Bedingungen durch optimale Startzeiten hatten. Ausrichter der dadurch auch kleineren und übersichtlicheren Meisterschaft war der WSV Großkrotzenburg am See Freigericht.

275 Teilnehmer aus 134 Vereinen hatten 375 Meldungen zu den beiden Einzelwettbewerben über 2500m und 5000m Freistil sowie der 3x1250m Staffel abgegeben. Gestartet wurde mit der kürzeren der beiden Einzelstrecken am Samstag, die doppelte Distanz wurde am Sonntag ausgetragen, wobei die äußeren Bedingungen bezüglich Wetter und Wassertemperatur an beiden Tagen optimal waren.

Die Lindauer Langstreckenexpertin hatte sich für beiden Strecken gemeldet, wobei am Samstag mit 15 Teilnehmern in der AK50 so viele Teilnehmer wie überhaupt noch nie über eine solch lange Strecke starteten. Darunter waren etliche in der Szene bekannt, leistungsstarke Namen, so dass es auch vom Start weg dementsprechend hart zur Sache ging. Beate Schulz kam letztlich mit 38:28,43 und etlichen blauen Flecken als vierte ins Ziel, wobei die Zweitplatzierte und Schulz lediglich 5 Sekunden trennten. Mit dem festen Entschluss, diese offene Rechnung auf einen Medaillenrang zu begleichen, trat Beate Schulz tags drauf die doppelte Distanz an. Tatsächlich gelang es ihr, zwischen sich und der Zweit- und Drittplatzierten des Vortages eine räumliche Distanz zu schaffen, so dass die 5km wesentlich konzentrierter zurückgelegt werden konnten. Auf gut 1:30 Minuten belief der Abstand zur Dritten. Diesen Vorsprung konnte Schulz bis zum Ende halten und schlug letztlich glücklich als zweite ihrer AK nach 1:18:54,15 an der Anschlagmatte an.