50 Medaillen oder 3,5kg Medaillen für die Lindauer Masters bei der Bayerischen Sommermeisterschaft

LZ _ Bei schönstem Sommerwetter fand am vergangenen Wochenende die Bayerische Sommermeisterschaft mit internationaler offenen Wertung für die Masters statt. Schon vor drei Jahren war das Erlebnisbad Fresch Freising dafür der Austragungsort und so freuten sich alle auf die bestens geeignete Anlage, in der das Team des TSV Jahn 1861 Freising alles optimal organisiert hatte. Den internationalen Touch verliehen der Veranstaltung vier Starter aus Südafrika und Österreich. Die restlichen der gut 400 Teilnehmer kamen aus 67 bayerischen Vereinen sowie aus Vereinen von 7 weiteren Landesverbänden. Alle zusammen absolvierten 1310 Einzel- und den 129 Staffelstarts.

Einmal mehr überzeugten die 13 Masters des TSV 1850 Lindau und zeigten ihre Dominanz in Bayern. Lediglich vier von allen 44 Einzelstarts blieben ohne Medaille. 29 Gold-, 4 Silber und 7 Bronzemedaillen hamsterten die grün-weißen bei ihren Einzelrennen. Bei ihren 10 Staffelstarts standen sie stets auf dem Stockerl. Hier kamen nochmals acht Goldmedaillen und jeweils einmal Silber und Bronze dazu. Sechs weitere Medaillen kamen hinzu durch Podestplatzierung in der offenen Wertung. Durch diese Punktewertung sind die Leistungen in den verschiedenen AKs vergleichbar. Die Höchstpunktzahl orientiert sich in jeder AK am jeweiligen Weltrekord über diese Strecke. Am Ende hatten die Lindauer Schwimmer Medaillen mit einem von 3,528 kg im Gepäck.

Der in der AK 85 startende Alfred Seeger konnte seine sieben Einzelstarts allesamt vergolden. Zusammen mit seinen Staffel-Einsätzen legte er eine Wettkampfstrecke von 1450 m an den beiden Wettkampftagen zurück. Über 400m Freistil überzeugte er zudem mit dem Sieg in der offenen Wertung. Rückenspezialist Fritz „Itze“ Ilgen (AK 90) überzeugte nicht nur in seinen beiden Einzelrennen über 50m und 100m Rücken sowie den Staffeln, er wurde in den offenen Wertungen jeweils zweiter hinter dem Nürnberger Claus Swatosch, der in seiner AK die Rennen jeweils mit deutschen Rekord beendete.

Auch die letztmalig in der AK 50 startende Violeta Mihut siegte bei ihren vier Starts. Die Sprintexpertin landete mit ihren Punkten über 100m Freistil und 50m Schmetterling in der offenen Wertung auf den Plätzen zwei und drei. Jeweils dreimal in Einzelentscheidungen gestartet und stets das Rennen als Siegerin beendet haben Sprinterin Brigitte Kalkbrenner (AK 65), Rückenspezialistin Miriam Bryxi (AK 50) sowie Langstreckenexpertin Beate Schulz (AK 55). Drei Goldmedaillen plus eine Silberne erschwammen sich die Allrounder Sandra Bandlow-Albrecht (AK 55) und Thomas Röhl (AK 65). Röhl landete über 200m Freistil zudem auf Platz drei und siegte über 800m Freistil in der offenen Wertung. Der letzte Einzeltitel im Lindauer Team ging an Nadja Merz (AK 55) über 200m Rücken, wo sie mit Platz vier in der offenen Wertung knapp am Podest vorbei schwamm. Bei ihren weiteren drei Starts stand sie jeweils auf dem dritten Treppchen. Einmal Silber und einmal Bronze erschwamm sich Wiedereinsteiger Martin Gapp in der AK 55 über die langen Kraulstrecken, Mirko Bandlow (AK 50) versilberte seinen einzigen Einzelstart über 50m Brust. Das Küken im Team, die in der AK 25 startende Alicia Preisegger, konnte sich über 50m und 200m Brust Bronze erkämpfen. Christian Kalkbrenner (AK 65) verfehlte das Podest über die langen Freistilstrecken knapp. Mit dabei an dem erfolgreichen Wochenende war der technische Leiter der Schwimmabteilung Peter Hämmerle, der als Kampfrichter im Einsatz war. Betreut wurden die Sportler von Pirmin und Ben, die alle Zwischenzeiten akribisch heraus stoppten und die Rennen nach Abschluss ausführlich besprachen. Für die meisten Masters endet damit die Saison, für Itze Ilgen und Alfred Seeger steht im August aber noch die Europameisterschaft an. Auch Freiwasserschwimmerin Beate Schulz ist die Saison noch lange nicht zu Ende.